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04:57 Uhr | 25.11.2017 StartseiteStartseiteKontaktKontaktImpressumImpressum
 


Reisebericht Bretagne 2016
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Bretagne - Wunderschönes "Land am Meer"

9-tägige Kultur-und Erlebnisreise der CDU Merkstein
vom 13. bis 21. August 2016

Reisebericht von Willi Mertzbach




Diese vom Berichterstatter mit großer Sorgfalt ausgearbeitete Reise der CDU Merkstein durch Teilgebiete der Bretagne und Normandie waren eine einzige Hommage an Nordfrankreichs Küsten und Landschaften.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren begeistert, die Resonanz war überwältigend.

Gespickt mit vielen Extras, kleinen und großen Überraschungen wird diese Reise zu einem unvergleichlichen und unvergesslichen Erlebnis.

Den Geschmack der salzigen Meeresbrise der Lippen, den Blick über satte Wiesen schweifen lassen und der Frage nachhängen, ob beschaulich-romantische Hafenstädtchen oder schroffe Steilküsten den stärksten Anreiz für eine Künsterseele darstellen.

Mit der Begrüßung und dem Zitat von Kurt Tucholsky " Reisen ist die Sehnsucht nach dem Leben" beginnt unsere morgendliche Fahrt in Frankreichs wilden Westen. Unsere Fahrt in die westliche Region Frankreichs führt in eine Gegend Frankreichs, die aus zweierlei Gründen eine Kultur-und Erlebnisreise wert ist. Zum einen treffen wir dort auf ein vielgestaltetes Landschaftsbild, das von reizvollen Flusstälern bis hin zur abwechslungsreichen Atlantikküste reicht. Zum anderen künden Kunstschätze von der Steinzeit bis zur Moderne vom geschichtlichen Reichtum der Bretagne. Neben den Kunstschätzen ist die Bretagne auch eine Region der Feinschmecker. Nicht nur dank Cidre, Crépes, Calvados- von Austern ganz zu schweigen, ist diese Region für Gourmets ein wahres Fest. Von diesen Genüssen wird bei unserer Kulturreise reichlich gebraucht gemacht.

Ein ganz dickes Lob an unsere Reiseleiterin Sabine Habenicht, sie war in jeder Hinsicht wiederum ein Gewinn, denn sie versteht es, uns mit ihrer Liebe zur Bretagne und ihrem Wissen über Land und Leute zu begeistern und anzustecken.

 

1. Tag. Anreise zum Kleinstädtchen Lamballe und Bezug der Zimmer in das reizende kleine Hotel Manoir des Portes. Zur Einstimmung gibt es einen musikalischen Aperitif  mit kleinen Häppchen. Beim anschließenden Abendessen wird uns schon der kulinarische Weg für die nächsten Tage vorgezeichnet.

 

2. Tag. Val Andrè- Dahouêt

Wir beginnen den Tag mit der Entdeckung der näheren Umgebung und unternehmen einen Strandspaziergang entlang der Promenade von Val Andrè bis zum kleinen Hafenort Port Dahouêt. In der Mittagspause wird die eine oder andere Köstlichkeit in einer typisch bretonischen Créperie vernascht. Bei wunderbaren Ausblicken auf das Meer fahren wir oberhalb der Küste weiter. Nachmittags besichtigen wir die kleine Kapelle von Morieux, die zu den ältesten der Gegend gehört. Von der lokalen Führerin werden uns die wieder freigelegten Fresken gedeutet und erklärt. An den Fresken finden wir die leuchtenden Ockerfarben von Roussillon (Provence) wieder. Das Abendessen wurde uns auf der Außenterrasse serviert.

 

3. Tag. Dinard - Saint Malo

Heute besuchen wir die elegante Küstenstadt Dinard. Prachtvolle Belle Epoque Villen zeugen von der Epoche des 19. Jhdt., als die Stadt erstmals von der Pariser Aristokratie als luxuriöse Badestation in der Bretagne entdeckt wurde. Im Anschluss geht es per Schiff auf die gegenüberliegende Seite nach Saint-Malo. Die legendäre Korsarenstadt verdankt seinen Namen dem walisischen Mönch Mac Löw. Im 12. Jhdt., zur Zeit der Normanneneinfälle, begannen die Einwohner auf die Insel "der Felsen" überzusiedeln. Dank seiner Seefahrer und Händler, die nach Indien, China, Afrika und Amerika übersetzten, erlangte die Stadt im 17.& 18. Jhdt. einen ungeheueren Wohlstand. Im Jahre 1944 wurde die Stadt hart umkämpft und stark zerstört. Auf diesen Ruinen, die erhalten und restauriert wurden, konnte Saint-Malo dank einer geschichtsgetreuen Nachbildung neu errichtet werden. Saint Malo ist eine Burg bestehend aus Bergfried, Türmen und Festungsmauer, die 1,8km lang sind. Sehenswert die Kathedrale Saint - Vincent (12-18. Jahrhundert) . Im Laufe des 2. Weltkrieges zerstört, mit herrlichen Glasmalereien, die von Le Moal ausgeführt wurden. Auch die sterblichen Überreste von Jacques Cartier, Entdecker Kanadas, befinden sich in der Chorapsis der Kathedrale.

Die Weiterfahrt führt uns ins Wohnhaus von Francois le BRIS. Dieses Haus hat ein ganz eigenes Flair wegen seiner Lage oberhalb des Atlantiks. In den stimmungsvollen Räumen konnten wir bei einem Hauskonzert die Pariser Pianistin, Catherine REMILLIEUX, Musikwerke von Padre Antonio Soler, Domenico Scarlatti und weiteren Komponisten genießen. Anschließend wurden in der Gartenanlage Getränke und Snacks gereicht.

 

4.Tag.

Am heutigen Tag geht es zunächst zum Hafenstädtchen Paimpol. Die 3km nördlich gelegene Hafenstadt wurde durch den Roman < Die Islandfischer < von Pierre Loti (1850-1923) bekannt, der in romantisch- melancholischer Weise die Welt der bretonischen Seeleute beschreibt. Am heutigen Markttag können wir neben einem umfangreichen Fischangebot, auch die Perlen der Bretagne - Blumenkohl und Artischocken - bewundern.

Anschließend geht es weiter in Richtung Pointe de l`Ar couest. Von dort aus unternehmen wir einen Schiffsausflug rund um die Insel Ile de Brèhat mit anschließender Besichtigung. Eine autofreie Insel, die für ihr mildes Klima, ihre Blumenpracht ( Hortensien, Oleander, Agaven, Mimosen, Feigen, Palmen) und ihre rosafarbenen Felsen berühmt ist. Auf der Heimatreise wurde uns bereits das immer leckere Abendmenue verraten- stets ein kulinarischer Hochgenuss.

 

5.Tag.

Zunächst Anfahrt zum Markt nach Matignon. Beim Bummel über den Wochenmarkt, auf dem sich handwerklich perfekt gemachte Lebensmittel ein Stelldichein geben, wurden Käse, Wurstwaren und Früchte gekauft für das geplante Picknick. Weiter geht die Fahrt zu einem der beeindruckendsten Orte der Bretagne: Das Cap Frèhel. Eine gewaltige Aussicht am alten Leuchtturm! Anschließend eine fast 2-stündige steinige Küstenwanderung durch karge Heidekrautflächen in Richtung Klippen,  um von dort aus die herbe Schönheit der Smaragdküste und den Anblick des sich an den Felsen brechendes Meeres zu genießen. Am Ende des Weges kommen wir endlich zum Fort La Latte, eine von den Herren Goyon-Matignon errichteten Burg des 13.und 14. Jhdt. Im 17. Jhdt. erfolgte dann der Ausbau zu einer Festung. Anschließend Entspannung bei einem ausgedehnten Picknick. Auf der Weiterfahrt besuchen wir einen Cidreproduzenten auf seinem Bauernhof. Aus erster Hand erfahren wir mehr über die Herstellung des Nationalgetränkes der Bretonen.

 

6. Tag.

Heute wartet einer der Highlights auf uns. Vor der Küste thront der Mont St. Michel, eine natürliche wie künstliche Festung, gleichermaßen Pilgerstätte und Bollwerk, Wellenbrecher und Gefängnis. Schmale Gassen, steilste Stufen: Dieses Gesamtkunstwerk raubt den Atem (UNESCO-Kulturerbe). Eine örtliche Reiseführerin hat uns mit Lust, Begeisterung und Wissen die bewegte Geschichte dieser einmaligen Sehenswürdigkeit vermittelt. Weiter geht es in Richtung Cancale. Die Austern dieses Ortes sind eine bekannte Spezialität, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Unsere Feinschmecker konnten da nicht widerstehen. Heute ist Schlürfen erlaubt! Wer kann es ihnen verdenken?

 

 

7.Tag.

Heute stehen die Küstenlandschaften im Mittelpunkt. Verborgene Kleinode auf dem Lande: In Kermaria besuchen wir die kleine Dorfkirche mit faszinierenden Fresken- ein Dance macabre (Totentanz-Fresko) aus dem 15. Jahrhundert. Entlang der rosafarbenen Granitküste fahren wir ins idyllische Seebad Trèguier. Trèguier ist eng mit den Erinnerungen an den hl.Yves verbunden, der 1253 in der Nähe der Stadt geboren wurde. Er war zunächst Armenanwalt, Kirchenrichter in Rennes und erlangte aufgrund seiner gerechten Urteilsprüche und seines Eintretens für die Armen eine über die Grenzen der Region hinausreichende Bekanntheit. Anlässlich seiner Heiligsprechung im Jahr 1447 und der Überführung seiner Gebeine in die Kathedrale St.-Tugdual von Trèguier fand erstmals der Pardon de St-Yves statt, der bis heute jeden dritten Sonntag im Mai wiederholt wird. Zu dieser feierlichen Prozession reisen auch Juristen aus aller Welt an, um ihren Schutzheiligen zu ehren. Trèguier verdankt zu einem Gutteil dem hl. Yves, der den Ort bekannt machte, den Wiederaufbau der Kathedrale und gilt als eines der geistigen Zentren der Bretagne. Der Küstenabschnitt zwischen Perros-Guirec und Ploumanach mutet an wie ein moderner Skulpturenpark- doch alle verblüffenden Formationen sind von Meer erschaffen! Die rosafarbenen Granitfelsen geben der Küste auch ihren Namen"Côte de Granit Rose". Von Meer und Wind geformte, imposante Steinansammlungen, die uns als Betrachter einen gerade irrealen Anblick bieten, prägen diesen außergewöhnlichen Naturschauplatz. Ein Spaziergang versetzt uns auf Schritt und Tritt in Erstaunen, und die würzige Luft mit dem Farbenspiel von Stein, Meer und Pflanzen ist ein köstlicher Genuss für die Sinne.

 

8. Tag.

Ein freier Tag steht uns zur Verfügung. Einige Teilnehmer nehmen die Gelegenheit wahr, das Städtchen Lamballe zu besuchen, eine andere Gruppe zog es vor , nochmals Val Andrè aufzusuchen und dann über den Küstenweg bis Dahouèt zu wandern.

Alle freuen sich aufs Abschieds-Abendessen. Sie werden nicht enttäuscht. Der Chefkoch hat uns einen kulinarischen Hochgenuss zubereitet.  "Leben wie Gott in Frankreich"- diese Aussage steht nicht nur spiegelbildlich für die Erwartungen und Wünsche der Teilnehmer, sondern entspricht schlicht der Lebensphilosophie der Bretonen. Letzter Höhepunkt einer erlebnisreichen Reise!

 

9. Tag.

Nach dem Frühstück geht es in Richtung Heimat. Mit unserem umsichtig fahrenden Busfahrer, Leo Rongen, erreichen wir gegen 20 Uhr wohlbehalten unseren Ausgangspunkt Merkstein.

 

Zum Schluss kann ich nur sagen: Bretagne- Du warst ein wunderschönes " Land am Meer".

Man kann sich kaum einen besseren 0rt vorstellen, um sich in der frischen Meeresluft zu entspannen und vom Alltagstrott zu erholen. Dazu die Wärme und Freundlichkeit der Bretonen, die von einer wohltuenden Mischung aus Gemütlichkeit und bretonischer Lebensfreude geprägt sind. Das Savoir-vivre wird uns noch lange begleiten.

 

 

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