Der Status als Volkspartei ist in größter Gefahr: Die CDU muss sich auf kommunaler Ebene öffnen, politischer und basisdemokratischer werden! Pressemitteilung Montag, 23. August 2010
Zur aktuellen Debatte hinsichtlich der Wahl eines neuen Landesvorsitzenden der CDU Nordrhein-Westfalen und der Kandidatur von Bundesumweltminister Norbert Röttgen MdB erklärt der stellvertretende Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Herzogenrath Fabian Schalt:
Der CDU-Stadtverband Herzogenrath begrüßt die Kandidatur von Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen MdB für das Amt des Landesvorsitzenden der CDU Nordrhein-Westfalen. Durch die Kandidaturen von Norbert Röttgen und Armin Laschet ist gewährleistet, dass der CDU-Landesverband eine Mitgliederbefragung zur Neubesetzung des Spitzenamtes der Partei durchführen wird.
Mit seiner Aussage, dass die CDU wieder politischer werden muss und seinem Ziel, einen Prozess zu organisieren, um damit die NRW-CDU wieder zu einem Ort lebendiger Diskussionen über Grundlagen der CDU-Politik zu machen, rennt Norbert Röttgen beim CDU-Stadtverband Herzogenrath offene Türen ein.
Allerdings darf es nicht bei solchen „Lippenbekenntnissen“ bleiben. Egal, wer neuer CDU-Landesvorsitzender wird, er hat die Aufgabe, dafür zu sorgen,
- dass die Strukturen und die Parteiarbeit modernisiert werden,
- dass die Partei sich – auch auf kommunaler Ebene – öffnet,
- dass die CDU insgesamt politischer
- und vor allem basisdemokratischer aufgestellt wird.
All das muss als Prozess organisiert werden. Die Rahmenbedingungen an der kommunalen Basis müssen ein Stück weit professionalisiert und die Kontakte in den vorpolitischen Raum wieder intensiviert werden. Zudem müssen die Mitglieder an der inhaltlichen Ausrichtung und bei inhaltlichen Fragen stärker als bisher beteiligt werden, und zwar durch entsprechende Mitgliederbefragungen. Auch das muss organisiert werden, Hand in Hand mit den Kreis- und Stadtverbandsvorsitzenden.
Wenn die CDU wieder politischer werden soll, braucht die Partei wieder mehr Diskussionskultur, mehr Nachwuchs, mehr Seiteneinsteiger und mehr „Input“, also mehr externen Sachverstand – sonst wird die CDU ihren Anspruch, Volkspartei zu sein, nicht mehr lange aufrechterhalten können. |